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Katastrophenschutz ist bunt – gemeinsam zu helfen, das ist das Ziel!


Blau, Weiß und Rot – was zuerst wie die Farben der französischen Tricolore - also der französischen Landesflagge - klingt, steht in diesem Fall viel mehr für die Farben der drei Hilfsorganisationen die am vergangenen Wochenende zusammen auf dem Truppenübungsplatz Wolferstetten bei Külsheim geübt haben.
Die Mannschaften der Freiwilligen Feuerwehr Amorbach, der SEG-Bereitschaft Kirchzell des Bayrischen Roten-Kreuz und des THW Ortsverbandes Miltenberg trafen sich zu einem gemeinsamen Übungs- und Ausbildungstag.
Alle Einheiten sammelten sich in der Miltenberger THW-Unterkunft um dort gemeinsam zu frühstücken und mit einer kurzen Einweisung in das Thema Kolonnenfahrt in den Tag zu starten. Im Anschluss daran wurde das Gehörte gleich in die Tat umgesetzt. So starteten die 13 Groß- und Kleinfahrzeuge unter der Leitung von Kolonnenführer Thomas Frieß in einem geschlossenen Verband in Richtung Truppenübungsplatz Külsheim.
Kaum angekommen, startete bereits die erste gemeinsame Einsatzübung. Die Feuerwehrkräfte wurden mit dem Stichwort „Fahrzeug in Haus, eingeklemmte Person“ als erstes zum Übungsort gerufen. Gleichzeitig wurde eine erste Einheit des Roten-Kreuzes zur Verletztenbetreuung hinzugezogen. Nach der ersten Erkundung durch die eintreffenden Helfer wurde das Gebäude als einsturzgefährdet deklariert, wodurch die Einheiten des THW mit ihrem Abstützmaterial hinzugezogen wurden.
Während die THW-Einheiten damit begannen, eine Innenabstützung entlang der beschädigten Wand mit sogenannten Schnellbaustützen zu errichten, befreiten die Feuerwehrkräfte die eingeklemmten Personen aus dem Fahrzeug. Hierzu wurde der Rüstsatz mit hydraulischer Rettungsschere und Spreizer des Amorbacher Vorrausrüstwagen eingesetzt. Die Retter des Roten-Kreuzes sorgten dabei für die Erstversorgung der verletzten Personen direkt an der Einsatzstelle, sowie für die weitere Versorgung in einer Verletztenhilfsstelle der SEG-Behandlung.
Die Übungsleitung zeigte sich sehr zufrieden mit den Leistungen der Einheiten.
In gemischten Gruppen ging es anschließend an verschiedene Ausbildungsstationen, die jeweils von einer Organisation vorbereitet wurde. So konnte der richtige Umgang mit dem Feuerlöscher, sowie das Vorgehen bei notfallmäßigen Türöffnungen bei den Kollegen der Feuerwehr Amorbach erlernt werden.
Die Kollegen der SEG-Bereitschaft aus Kirchzell boten das Ausbildungsthema Erste-Hilfe sowie die Verletztenbetreuung allgemein an. Gerade für die beiden anderen, eher technischeren Organisationen ist dieses Thema sehr wichtig, um deren Umgang mit verletzten Personen weiter zu verbessern und ihre Kenntnisse in der Ersten-Hilfe frisch zu halten.
Sowohl nach heftigen Unwettern als auch nach Dachstuhl- oder Kaminbränden müssen Dächer häufig provisorisch gesichert und verschlossen werden. Daher stellte THW-Zugführer Thomas Frieß verschiedene Dach-Sicherungstechniken vor, die an der Ausbildungsstation zusammen ausprobiert und geübt werden konnten. Hierbei wurde besonderer Wert auf die Zusammenarbeit der Helfer am Boden und der Kameraden auf der Drehleiter der Feuerwehr gelegt.
Das Ziel des Ausbildungstages lautete: am Ende des Tages nicht drei getrennte Einheiten zu sehen, sondern es sollte eine mehrfarbige, schlagkräftige Mannschaft sein, die nur eins will – helfen, und zwar zusammen!
Dieses Ziel wurde nach dem gelungenen Ausbildungstag von Feuerwehr-Kommandant Thorsten Fritz, SEG-Führer Johannes Roth sowie von THW-Zugführer Thomas Frieß als voll erfüllt angesehen.

 

Bericht THW Miltenberg

   
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